Beitrag in den AmericanDentalNews von Dr. André Melchior Einfach und sicher arbeiten mit zwei D-RaCe-Instrumenten

27.04.2010

Aus mehreren Gründen kann eine Wurzelkanalfüllung zu einem Misserfolg führen. Die häufigsten Ursachen sind der Verbleib von Mikro-Organismen im Kanalsystem, unbehandelte Wurzelkanäle bzw. Wurzelkanalabschnitte und undichte Restauration.

In der modernen Endodontie ist die orthograde Revision zu einer Standardbehandlung geworden. Viele Zähne
können heute aufgrund von wissenschaftlichen und technischen Fortschritten gehalten werden, die ansonsten verloren gegangen wären. Trotz hoher Erfolgsraten von Implantaten und Brücken zum Ersatz fehlender Zähne, ist die Erhaltung eines natürlichen Zahns die bessere Alternative als der Verlust und Ersatz. Ziel der Revision ist der Erhalt oder die Wiederherstellung der Integrität der periapikalen Region und/oder die Beseitigung oder Prävention klinischer Symptome durch erneute Aufbereitung und einen dauerhaft bakteriendichten Verschluss des  endodontischen Systems durch die Wurzelkanalfüllung und die koronale Restauration.

Auf der Suche nach einem geeigneten Revisionskonzept ist mir aufgefallen, dass diese Behandlung wenig standardisiert ist. Sowohl medizinisch als auch technisch ist wenig beschrieben und der Zahnarzt wird meist bei einer der größten endodontischen Herausforderungen allein gelassen.

Als Kollege möchte ich Ihnen mein derzeitiges Konzept vorstellen, bei dem die Wurzelkanalrevision standardisiert und zusätzlich stark vereinfacht ist.

Das D-RaCe Konzept

Durch die Einführung der neuen D-RaCe Instrumente von FKG ist die Entfernung von Wurzelfüllmaterialien wie Guttapercha, Guttaträgersysteme, Pasten und resinaufgetragen werden oder ein Heat Plugger sowie Ultraschall verwendet werden. Die unteren zwei Drittel werden mit der DR2-Feile bearbeitet. Sie verfügt über eine passive Spitze und wird ohne Druck bei 600 U/min angewendet. Das Instrument höchstens viermal im Kanal bewegen, herausnehmen, säubern und nochmals anwenden. Dies solange fortführen wie Füllungsmaterial auf dem Instrument sichtbar ist oder die Arbeitslänge erreicht ist. Da die nun erreichte Größe der Aufbereitung nicht ausreicht, wird nun die eigentliche Revision mit geeigneten Instrumenten durchgeführt. Ich verwende hierbei ebenfalls die FKG Bio-RaCe Feilen. Dabei achte ich darauf, dass die Aufbereitungsgröße über die der Erstbehandlung hinausgeht. So
können eine erfolgreich mechanische Reinigung, eine perfekte Spülung und schließlich eine dreidimensionale Füllung sichergestellt werden.

Koronales Drittel

Apikales Drittel